Treffpunkt Eurasien

Die Türkei ist mit ihrem europäischen Brückenkopf, der Metropole Istanbul, und dem asiatischen Festland das Bindeglied zwischen Orient und Okzident.

Hier zogen im Laufe der langen Geschichte ganze Völker durch, siedelten seit mehr als 40.000 Jahren Menschen der Stein- und Bronzezeit, herrschten die Summerer, Assyrer, Hethiter, Lykier, Hellenen, Mazedonier, Römer, Seldschuken und Osmanen.

Und alle hinterließen ihre Spuren: So bunt wie die Mosaiken in den Kathedralen und Moschee, so verzwickt wie ein geknüpfter Teppich aus Izmir.

Um hier den Überblick zu behalten, werden die wichtigsten Städte, Sehenswürdigkeiten, Ausflugsziele und Badeorte im Rahmen von sechs türkischen Regionen vorgestellt.

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Istanbul und seine Umgebung bildet die eigentliche Brücke zwischen Europa und Asien. Die Provinz grenzt im Norden an Griechenland und Bulgarien und im Süden an die Ägäische Küste, Zentralanatolien und im Osten an die Schwarzmeerküste. Die Provinz liegt zu beiden Seiten der Dardanellen, des Marmarameeres und Bosporus und bildet die Südwestküste des Schwarzen Meeres. Die Metropole ° Istanbul gilt der Türkei als die eigentliche Brücke zu Europa. Als Besucher ist man faszinierend von der Altstadt mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten, dem quirligen Geschäftsviertel Beyoglu und dem orientalischen Skutari am asiatischen Ufer des Bosporus.

Erholung vom hektischen Istanbul kann man dann auf den nahe gelegenen ° Prinzeninseln finden. Hier gibt es keine Autos, nur Pferdekutschen und Fahrräder, üppige Gärten und großzügige Parks, Pinienhaine und herrliche Badebuchten.

Adapazarı ist das Wirtschaftszentrum zwischen der Hafenstadt Izmit und der Metropole Istanbul. Hier konzentriert sich die Schwerindustrie der Türkei. Den Tourist werden wohl eher die Ausflugsziele in der Umgebung anziehen: den Badeort Karasu am Schwarzen Meer, die beiden Seen Sapanca und Poyraz Gölü oder den Berg Keltepe, beleibt bei Wanderern und Wintersportlern.

Izmit liegt am Marmarameer zwischen Istanbul und Adapazarı und ein weiteres bedeutendes Industriezentrum der Region, ihre Anfänge reichen aber mehr als 2300 Jahre zurück. Hier lag das Epizentrum des Erdbebens von 1999. Einige historische und sehenswerte Bauten blieben jedoch erhalten.

 

Palmen und Feigenbäume prägen die Hafenstadt Bandirna und ihre ländliche Umgebung am südlichen Marmarameer; in der Nähe liegt der Kuşcenneti-Nationalpark – Rastplatz für Millionen von Zugvögeln.

Bursa, die viertgrößte Stadt der Türkei, liegt im Hinterland der Marmaraküste und hat dank seiner langen Geschichte dem Besucher eine Vielzahl prächtiger Moscheen und Mausoleen, Basare und Museen zu bieten.

Die türkische Ägäisküste

Nur wenige km südlich von Edremit liegt ° Ayvalık liegt an der türkischen Ägäisküste auf Höhe der griechischen Insel Lesbos. In der Altstadt sind einige Patrizierhäuser im neo-klassizistischen Stil aus dem 19.Jahrhudnert erhalten und das Olivenöl aus den Anbaugebieten rund um Ayvalik wird in den Seifensiedereien zu wertvollen Olivenöfseifen verarbeitet.

Izmir, das frühere Smyrna, ist die drittgrößte Stadt der Türkei. Die Region ist seit 8.000 Jahren besiedelt; bekannt sind die kostbaren Teppiche, der Tabakanbau und die Smyrna-Feigen. Im Hinterland in der Nähe der Kleinstadt Sart liegen die Ruinen von Sardes, einst Zentrum des Lyderreiches, darunter ein gut erhaltener Artemistempel.

Kusadasi – das heißt „Vogelinsel“ hat ihren Namen nach dem Kap vor den Toren der Stadt. an der türkischen Ägäisküste. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 60.000. Nach Izmir sind es von Kusadasi 100 km.

An dieser Stelle lag in der Antike Neapolis (wörtlich übersetzt „Neustadt“), sozusagen die Neustadt von Ephesos. Ihre beste Zeit erlebt Neapolis als der Hafen von Ephesos versandete und an Bedeutung verlor. Bis ins 15.Jahrhundert hieß die Stadt nun Scala Nova, ein Außenposten und Handelszentrum der Seerepubliken von Genua und Venedig. Dann wurde die Stadt unter dem osmanischen Sultan Mehmed I. dem türkischen Großreich einverleibt.

Viel von seiner glanzvollen Zeit in Antike und Mittelalter ist in Kusadasi nicht mehr zu sehen – abgesehen von der Festung Güvercin Adasi und einer großen Karawanserei, die zu einem Hotel umgebaut wurde. Heute ist Kusadasi ist in erster Linie ein beliebter Badeort mit herrlichen Sandstränden. Außerdem ist Kusadasi ein idealer Ausgangspunkt für eine Besichtigung des nur 17 km entfernten Ephesos.